Östlich des Hamburger Stadtrands auf der Grenze zwischen Ahrensburg und Grosshansdorf stehen über zwanzig hundertjährige Esskastanien in voller Blüte. Sie bilden eine mächtige Reihe, und ihre von Blüten bedeckten Kronen leuchten im Sonnenlicht. Ohne einen Steiger wäre ihre Ernte in der Höhe eigentlich gar nicht möglich. Wie das Schicksal so will, wurde aber einer der gigantischen Bäume vor einigen Jahren durch die Folgen eines Blitzschlags oder Unwetters verletzt. Ein damaliger Paniktrieb hat sich dort mittlerweile zu einem schön gewachsenen reichlich belaubten großen Ast ausgebildet und bietet reichlich Blüten an, die ein Mensch leicht erreichen kann.


Intuitiv werden einige herrliche Exemplare ausgesucht und mit klarem Trinkwasser in einer Glasschüssel benetzt. An einer lichten Stelle auf der wildwüchsigen Waldwiese am Rand der Baumreihe steht das Gefäss mit den Blüten dann für einige Stunden in der strahlenden Sonne.


Die Tinktur hat die Schwingungen der Esskastanie angenommen und wird zu Mutteressenz mit reinem Alkohol zu gleichen Teilen aufgemischt und ist nun entsprechend verdünnt für viele Jahrzehnte zum Einsatz bereit.